Training, 3/2000

WAS EIN EISENBAHNERSPORTVEREIN NICHT ALLES ZU KLÄREN HAT

Der ESV Dillenburg ist Eigentümer und Betreiber einer aus 4 Teichen bestehenden Angelsport-Anlage. Auf dem Gelände befindet sich noch das alte Empfangsgebäude des ehemaligen Bahnhofs Herrenberg.

Der frühere Warteraum wird als Gemeinschafts- und Aufenthaltsraum von den Anglern benutzt, der damalige Dienstraum dient dem Verein als örtliches Büro und zum Unterstellen von Gerätschaften. Außerdem befindet sich auf dem Gelände noch die Fischerhütte, die zu Versammlungen und gesellschaftlichen Veranstaltungen genutzt wird. Die Anlage wird sehr intensiv beansprucht und erzeugt somit auch erhebliche Abwässer, die bisher in zwei Zweikammerklärgruben abgebaut wurden. Das so gereinigte Wasser wurde dann in die Schelde eingeleitet.

Diese Maßnahme fand aber nicht mehr die Billigung der unteren Wasserbehörde, die dem Verein die Abwassereinleitungserlaubnis entzog.

Die Stadt Dillenburg sah sich auf Grund ihrer schlechten Finanzlage und den unzumutbaren Anliegeranteilen nicht in der Lage, dem Verein und den anderen Anliegern des oberen Scheldetales einen Anschluss an die städtische Kläranlage zu vertretbaren Konditionen zu ermöglichen. Dadurch war der Verein vor die Frage gestellt, eine technische oder naturnahe Kläranlage zu erstellen, um die Auflagen zu erfüllen.

Dieses Ziel konnte mit der Errichtung einer "Pflanzenkläranlage" in hervorragender Weise gelöst werden, wenn auch der Verein dafür einen Kostenaufwand in Höhe von 33.000 DM in Kauf nehmen musste. Die bei diesem Vorhaben erworbene Erfahrung, werden gerne - sofern gewünscht - an andere Interessenten weitergegeben.

K. Wallenfels



www.pflanzenklaeranlagen.de




Firma Janisch & Schulz in Aktion


Ing. Schulz beim Bepflanzen