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Eine Anzeige hatte den Stein ins Rollen gebracht. Die untere Wasserbehörde verfügte darauf hin, dass die Anlieger an der Schelde nur noch vollständig gereinigte Abwässer in die Schelde leiten dürfen. Da die Stadt aufgrund der hohen Kosten einen Anschluss der Anwesen im Scheldetal an die Kläranlage der Kommune nicht vertreten konnte, mussten die Anlieger sich auf die Suche nach einer Lösung machen. Auch die Eisenbahner, die im Jahre 1987 das Gelände des Bahnhofs Herrnberg gekauft haben, und dort ihre Hütte und die Fischteiche haben, mussten sich entscheiden: Klären wir das Wasser mechanisch oder entscheiden wir uns für einen naturnahen Abbau, war die Frage.
Nach intensiven Überlegungen entschieden sich die Verantwortlichen im Verein für eine "Pflanzenkläranlage'. Diese wurde von einem heimischen Unternehmen gebaut. Planung, Bauaufsicht und Abnahme lagen in Händen von Christian Schulz, einem der Chefs von 'Janisch & Schulz'. "Innerhalb weniger Tage waren die Bauarbeiten zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt", berichtete ESV-Vertreter Karl Wallenfels. Mittlerweile ist das Schilfbeet "in Betrieb gegangen". Die Abwasser fließen durch ein Schilffeld und können anschließend in die Schelde geleitet werden.
Für den Verein liegen die Kosten für die Anlage so hoch, weil man davon ausgehen musste, dass in den Spitzenzeiten das Schmutzwasser von 18 Personen gesäubert wird. Diese, Zahl musste zugrunde gelegt werden, weil die Fischer ihre Hütte ab und an für Feiern vermieten.

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