|
Trierischer Volksfreund, 26.06.2007
Hilfe für Ruanda -
Besuch des Bischofs: Schwerpunkt sind Umweltprojekte
Seit 25 Jahren existiert die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda. Genauso lange engagieren sich schon Trierer Gruppen in dem ostafrikanischen Land. Zahlreiche Hilfsprojekte konnten sie hauptsächlich in der Partnerdiözese Bayumba aufbauen. Für drei Tage besuchte jetzt der Bischof von Bayumba Servillien Nzakamwita die Trierer Ruanda-Aktivisten.
Trier. (thk) Glücklich über das seit Jahren geleistete Engagement aus Trier für seine Diözese ist der Bischof von Bayumba. Mit Hilfe der Gelder und auch dem persönlichen Einsatz von Trierer Bürgern konnte in den 25 Jahren drei Großprojekte sowie zahlreiche andere Hilfsmaßnahmen realisiert werden. Zum einen konnte mit der Hilfe von der Mosel eine Art Behindertenwerkstatt aufgebaut werden, in der Menschen mit einen Handicap einer Arbeit nachgehen und sich somit ihren Lebensunterhalt verdienen können.
"Ursprünglich war dieses Projekt nur in einem Dorf angesiedelt, jetzt wird es auf 17 Pfarreien ausgeweitet", erklärt der Bischof aus dem ostafrikanischen Land. Ein weiteres Projekt ist das Witwen- und Waisenzentrum in Bayumba. Viele Frauen sind durch den Bürgerkrieg (1990 bis 1994) verwitwet; sie erhalten so gut wie keine Hilfe vom Staat. In dem Projekt wird versucht, den benachteiligten Frauen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen und sie wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Sie erhalten ein Haus sowie Felder, auf denen sie Lebensmittel anbauen können. Ein weiterer Schwerpunkt sind insbesondere in vergangenen Jahren Umweltprojekte, wie die Verhinderung von Bodenerosionen durch Aufforstungsmaßnahmen und der Aufbau einer autarken Wasserversorgung in einem Gesundheitszentrum. Ziel ist es, kostengünstiges Trinkwasser für die Bewohner zu erzeugen. Der Bischof nutzte die Chance, eine Pflanzenkläranlage auf einem Bauernhof in Paschel zu besichtigen. Schon bald soll eine solche Anlage auch in Bayumba gebaut werden. Für die Zukunft wollen die engagierten Trierer Ruanda-Unterstützer sich verstärkt um die Ausbildung junger Menschen in dem ostafrikanischen Land kümmern, eine Berufsschule nach deutschem Vorbild befindet sich bereits im Aufbau.
Spendenadresse: Förderverein "Frauenzentrum in Rwanda + Joseph Ruzindana" Volksbank Trier, Kontonummer: 1008565, BLZ 58560103.
jac/wil

|
|