Südkurier 12.06.2006


Kommentar

Geist von Hohenfels


von Georg Exner


DDas gestern eröffnete Naturbad in Hohenfels wird demnächst sogar für Gesprächsstoff in der Bundeshauptstadt sorgen. Er werde den "Geist von Hohenfels" nach Berlin mitnehmen, sagte ein sichtlich beeindruckter Bundestagsabgeordneter Andreas Jung und setzte mit den Worten "Deutschland braucht mehr Hohenfels" noch eins drauf. Was er damit meinte, ist klar. In Zeiten finanziell klammer Gemeinden ist Bürgersinn mehr denn je gefragt. In Hohenfels wurde diese Tugend mit der Gründung der Bürgerinitiative "Hohenfels hat Zukunft" und dem daraus entstandenen Projekt Naturbad in eindrucksvoller Weise demonstriert. Kein Cent öffentlicher Gelder steckt in dem neuen Bad stellte ein sichtlich stolzer Projektleiter Paul Saum fest. Alles wurde über Spenden, Mitgliedsbeiträge und Eigenarbeit finanziert. Man hatte mit 4000 Stunden Eigenarbeit gerechnet und daraus eine Baukostensumme von 200.000 Euro errechnet. Nun sind es 6300 Stunden Eigenarbeit geworden und dementsprechend höher ist der Wert der neuen Freizeitanlage in Kalkhofen.
Und die Spenden reißen noch nicht ab, wie sich bei der gestrigen Eröffnungsfeier zeigte. Einige Ehrengäste brachten Spendenschecks mit, der Liggeringer Dorfbäcker stiftete spontan 500 Brötchen, der "König der Maultaschen", Udo Brummel, verkaufte seine leckeren Speisen zum Selbstkostenpreis. Die Bürger von Hohenfels im allgemeinen und die Mitglieder des Vereins Naturbad im besonderen dürfen stolz auf ihr neues Naturbad sein, das sicherlich zu einer "Wallfahrtsstätte" für Kommunalpolitiker aus Gemeinden wird, die sich in derselben misslichen Situation befinden, wie es Hohenfels noch vor einem Jahr war.



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siehe dazu weiterführende Links:

Naturbad Hohenfels - Bildergalerie vom Bau



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