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Gestern abend stattete der Heuchelheimer Gemeindevorstand mit Bürgermeister Helmut Fricke und dem 1. Beigeordneten Uwe Hajdu an der Spitze der einzigen Teichkläranlage in der Gemeinde einen Besuch ab. Von der Ingenieurgemeinschaft Janisch und Schulz aus Gambach geplant, liegt die Anlage direkt am Bieberbach hinter der Mühle. Der Grund der Grube ist mit wasserundurchlässiger Folie ausgelegt. Am Einlauf sind 20 Tonnen Lava eingebracht, dann folgen - in einer Dicke von einem knappen halben Meter - 110 Tonnen Sand, und der Auslaufbereich ist mit 40 Tonnen Kies ausgelegt. Inzwischen ist die gesamte Anlage von bis zu zwei Metern hohem Schilf dicht bestanden. In einer Dreikammergrube auf dem Hof des Mühlenanwesens werden sämtliche Abwässer der Bewohner aus Küche, Bad und WC gesammelt.
Die festen Stoffe lagern sich ab und müssen zweimal im Jahr zur Kläranlage Gießen gefahren werden. Das Abwasser wird in die Teichkläranlage gepumpt, wo es für den Durchlauf und die dabei stattfindende biologische Reinigung etwa eine Woche benötigt. Am Ende wird ein gereinigtes Abwasser in den Bieberbach eingeleitet, dessen Sauberkeit die geforderten Einleitewerte weit unterschreitet. Gemessen an den Ergebnissen funktioniert die Anlage optimal. Die Lebensdauer der Teichkläranlage könne hoch angesetzt werden, versichern die Erbauer, die selbst seit acht Jahren Pflanzenkläranlagen bauen und überwachen. Aber auch Anfang der 70er Jahre als Pilotprojekte erbaute Anlagen seien noch heute im Dienst.

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