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Pflanzenkläranlagen als Ergänzung zentraler kommunaler Klärsysteme
Seit mehreren Jahrzehnten bestehende kleine Ortskläranlagen leiden häufig unter altersbedingten Leistungseinbußen. Den längst fälligen Neubau der Anlage oder gar den Anschluss an das nächste Zentralklärwerk verhindern oft ökonomische Sachzwänge der Kommune und die damit verbundenen Vorgaben zur Kostenminimierung.
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Eine Alternative mit ökonomischen und ökologischen Vorteilen bietet hierbei die schrittweise Erweiterung durch naturnahe Abwasserbehandlung mit Pflanzenkläranlagen. Aus ihren einfachen Bauweisen resultieren niedrige Investitionskosten. Sie können extrem prozessstabil und pufferungsfähig bei niedrigen laufenden Kosten betrieben werden und erzielen zudem hervorragende Reinigungsergebnisse. Da es für die Kommunen oft unvermeidbar ist, den vorhandenen Bestand an Klärwerks-Infrastruktur so weit als, möglich zu nutzen, kann die Pflanzenkläranlage als Modul in die bestehende Altkläranlage integriert werden.
Integration als Nachklärung
Bei veralteten Klärwerken empfiehlt es sich, die Pflanzenkläranlage als Nachklärstufe zu installieren. Auf diese Weise werden sowohl die Spitzen der Schadstofffracht gekappt, als auch die Überwachungswerte für die Einleitung des gereinigten Wassers langfristig unterschritten. Dabei kann die Kapazität der neuen, naturnahen Anlage von vornherein auf den gesamten Abwasserstrom ausgelegt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Kosten der Altanlage höher sind als ihr Nutzen, wird die Pflanzenkläranlage die gesamte Last als Hauptreiningungsstufe übernehmen. Die ökonomischen Vorteile für die Kommunen liegen auf der Hand. Zudem kann auf die Verlegung eines umfangreichen Kanalsystems an eine zentrale Anlage inkl. entsprechender Pumpstationen, auf die finanzielle Beteiligung an einer Großkläranlage mit hohen Betriebskosten oder auf einen hochtechnisierten Neubau verzichtet werden. Der ökologische Aspekt besteht darin, dass bei Einsatz mehrerer dezentraler Kläranlagen gegenüber einer zentralen Kläranlage zwar die gleiche Menge gereinigten Abwassers in Oberflächengewässer abgeleitet, sie aber auf mehrere Abschnitte im Gewässerverlauf verteilt wird. Die pro Einleitung geringerer Reststofffrachten werden so effektiver renaturiert und vermeiden eine Überanspruchung des Selbstreinigungspotentials der Seen und Flüsse.
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